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Der Sportküstenschifferschein (SKS) Powerkurs Wassersport Akademie

Zunächst einmal: Der Sportküstenschifferschein (SKS) ist

KEINE Fahrerlaubnis,
sondern ein Befähigungs-Nachweis

Die eigentliche "Fahrerlaubnis" ist der Sportbootführerschein See. Bereits mit dieser Fahrerlaubnis darfst du alle Sport-Yachten auf der Hohen See selbständig führen.

Dieser Schein verschafft dir keine zusätzlichen Berechtigungen; aber er ist ein "Beweis deiner Fähigkeiten". Viele Vercharterer (das sind "Boots-Verleiher" für Yachten) werden es zu schätzen wissen, wenn du ihnen diesen Schein vorlegen kannst.

Welche "Befähigungen" weise ich damit nach? Da du in der Theorie-Prüfung sehr viel "Seemannschaft", "Recht" und "Navigation" lernen und in der Praxis-Prüfung in einer etwa 1/2-stündigen Prüfung eine Segel-Yacht führen musst, weist du deutlich umfangreichere Kenntnisse und Fähigkeiten (zusammen also "Befähigungen") als vom Sportbootführerschein See gefordert nach.

Die Theorie-Prüfung

Die Theorie-Prüfung ist eine Erweiterung der Theorie-Prüfung für den Sportbootführerschein See. Hier werden alle Themengebiete noch einmal geprüft. Allerdings mit sehr viel mehr Substanz.

1 von 15 Fragebogen

In der Theorie-Prüfung musst du 1 von 15 Fragebögen ausfüllen. Dabei werden folgende Themengebiete geprüft:

  • Seemannschaft
  • Wetterkunde
  • Navigation

Bei den Fragen handelt es sich um "Freitext-Fragen"; du musst also die Antwort selbst hinschmieren. Da ist nix zum Ankreuzen.

1 von 10 Navigationsaufgaben

Zusätzlich zum Fragebogen wird 1 Navigationsaufgabe geprüft. Diese Navigationsaufgabe besteht aus 18 Teil-Aufgaben. Schon daran kann man leicht erkennen: Hier wird es deutlich komplexer zugehen, als in der Navigation des Sportbootführerscheins See.

Dafür sind aber auch zahlreiche Hilfsmittel erlaubt: Taschenrechner, INT 1, Begleitheft, Navigationsbesteck und Kugelschreiber.

Du musst beide Teile bestehen, um die Theorie-Prüfung zu schaffen...

Die Praxis-Prüfung

Die Praxis-Prüfung wird auf einer Segel-Yacht durchgeführt und dauert etwa 1/2 bis 1 Stunde; kann aber auch schon nach 15 Minuten überstanden sein. Anders als die Praxis-Prüfungen zu den Sportbootführerscheinen ist es dieses Mal eine "ganzheitliche Prüfung". Der Prüfer kommt also an Bord, guckt dir beim Segeln zu und gibt nur hin und wieder Anweisungen zu Manövern bzw. stellt Fragen zur Schiffs- oder Crew-Führung.

Grund-Manöver

In diesem Teil musst du die wichtigsten Manöver auf einer Segel-Yacht planen, mit der Crew koordinieren und richtig durchführen.

Das klingt aber schlimmer, als es wirklich ist. Denn hier wird nur "Ablegen", "Anlegen", "Wenden", "Halsen", "Anluven & Abfallen", "Mensch-über-Bord", "Aufschießen", etc. verlangt. Also wirklich nix exotisches. Nur Standard-Programm, wie man es (fast) jeden Tag machen muss bzw. üben sollte.

Crew- & Schiffsführung

Neben den "normalen Manövern" werden auch deine "allgemeinen Fähigkeiten" in der Crew- und Schiffs-Führung geprüft.

Kannst du ein Manöver sauber mit deiner Crew koordinieren? Bist du imstande, die wichtigsten Dinge auf dem Schiff zu regeln? Kannst du Maschinenbrände bekämpfen? Weißt du, wie man eine Bilgen-Pumpe bedient? Kannst du das "See-Klo" richtig bedienen und ggf. reparieren? Wie sicherst du das Schiff für aufziehendes schlechtes Wetter? ... Diese ähnliche Fragen sollst du beantworten und die Antwort gegebenenfalls auch praktisch demonstrieren können.

10 "Basis-Knoten"

Alle 10 "Basis-Knoten" aus den Prüfungen zu den Sportbootführerscheinen können ebenfalls "geprüft" werden.

Also: Palstek, Webleinstek (mit und ohne Slip), Kreuzknoten, Achtknoten, einfacher und doppelter Schotstek, Belegen einer Klampe, Rundtörn und Stopperstek

Manche Prüfer lassen sich dazu irgendwelche Gemeinheiten - die allerdings durchaus "praxis-üblich" sind - einfallen: So ist besonders beliebt, den Prüfungsteilnehmer zu zwingen, den Palstek "über dem Kopf" zu machen. (Das kann vorkommen. Beispielsweise, wenn du einen Palstek am Segel festmachen musst.)

Prüfungs-Tipp Es ist also sinnvoll, nicht nur die Knoten zu üben, sondern sie auch in jeder erdenklichen Körperhaltung zu machen.

Die Prüfung wird nicht nach irgendeiner "Standard-Liste" abgehakt, sondern du musst die Prüfer "im Gesamteindruck" überzeugen, dass du die seemännischen Fähigkeiten zur Führung einer Segel-Yacht besitzt, um diese Prüfung zu bestehen...

Praxis-Prüfung SKS

Sind die Prüfungen schwer?

Anders als bei den Sportbootführerscheinen sind diese Prüfungen nicht gerade "auf einer Arschbacke" abzureiten. Allerdings ist es auch keineswegs "ein Ding der Unmöglichkeit".

Theorie-Prüfung

Reiner Fleiß gewinnt die Theorie-Prüfung --- "Wissen" ist zwar nützlich, um das Lernen der Fragen zu vereinfachen, aber hier nicht wirklich erforderlich

Da alle Fragen der Theorie-Prüfung öffentlich bekannt sind, ist es eine reine Fleiß-Frage, die knapp 640 Fragen mehr oder weniger vollständig auswendig zu lernen.

Navigations-Prüfung

Auch wenn die Navigations-Aufgaben zunächst sehr komplex erscheinen mögen: Mathe-Kenntnisse der 5. Klasse und fleißiges Üben der Navigations-Aufgaben reichen, um die Prüfung zu schaffen.

Die Navigations-Aufgaben sind öffentlich bekannt. Man kann sie also allesamt vor der Prüfung üben.

"Auswendig Lernen" der Navigations-Aufgaben ist aber noch weniger möglich, als beim Sportbootführerschein See. Und nicht zuletzt kommen hier verschiedene Rechen- und Verständnis-Aufgaben neu hinzu.

Trotzdem ist es nicht unmöglich: Wer mit der Mathematik der 5. Klasse gut klarkommt, wird auch diese Aufgaben - nach einiger Eingewöhnungszeit - nicht wirklich als "schwer" empfinden.

Das größte Durchfall-Risiko ist hier nicht so sehr der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben, sondern das Timing beim Lösen der Aufgaben.

Praxis-Prüfung

Grundlegende Kenntnisse des Segelns sind ZWINGEND erforderlich --- Den Rest kann der "gesunde Menschenverstand" schaffen

Die Manöver sind öffentlich bekannt. Man SOLLTE sie also allesamt vor der Prüfung üben.

Und die möglichen Fragen der Prüfer zur Schiffs- und Crew-Führung ergeben sich aus dem "gesunden Menschenverstand". (Was damit gemeint ist, wirst du schon in den ersten Stunden deines Praxis-Trainings erfahren. Wir können uns also die Worte an dieser Stelle sparen.)

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